Auf Einladung von Friethjof Jessen-Klingenberg stattete der FDP-Landtagsabgeordnete und finanz-, wissenschafts- und forschungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion des Niedersächsischen Landtags, Christian Grascha am Donnerstag Bad Iburg und Glandorf einen Besuch ab.
Grascha informierte sich im Beisein von Iburger FDP-Stadtrats- und Ortsvereinsmitgliedern bei der B.Braun Avitum AG in Glandorf über Produktion und Abfüllung von Infusionlösungen, z.B für die Blutdialyse. Das Produktangebot reicht von hochwertigen Gerätesystemen über Verbrauchsmaterialien bis hin zu einem Netzwerk von Dialysezentren Das Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Melsungen befindet und in 54 Ländern der Erde vertreten ist, erwirtschaftet einen Konzernumsatz von rd. 4 Milliarden Euro, davon 400 Millionen am Standort Glandorf. Bei der Glandorfer Tochtergesellschaft sind derzeit 410 Mitarbeiter beschäftigt. Damit ist das Unternehmen einer der Hauptarbeitgeber des Südkreises. Grascha würdigte den Erfolg des Unternehmens auch in schwierigen Zeiten wie diesen.
Eine weitere Station seines Besuches war die Niedersächsische Schulinspektion (Schul-TÜV) im Bad Iburger Schloss. Der stellvertretende Leiter des Amtes, Herr Wilken, gab den Anwesenden einen umfassenden Überblick über Entstehung, Ziele und Maßnahmen der in Iburg ansässigen Behörde. In 2005 startete die Schulinspektion ihre Arbeit im Bad Iburger Schloss. Um sämtliche Schulen Niedersachsens innerhalb von vier Jahren bewerten zu können, benötigt das Amt 63 Inspektoren. Allerdings sind derzeit nur 51 Stellen besetzt, da viele Bewerber die notwendige Qualifikation –sämtliche Inspektoren sind Schulleiter- nicht aufweisen oder die ständigen Reisen nicht mitmachen wollen.
Derzeit haben die 51 Inspektoren insgesamt rd. 55% aller Schulen geprüft. 23 Inspektoren für die Förderschulen und Grundschulen haben 45% der Förderschulen und 43% der Grundschulen inspiziert. 62% aller Haupt- und Realschulen wurden von den 15 Inspektoren dieser Schultypen besucht. 8 weitere Inspektoren überprüften 94% aller Gesamtschulen und 86% der Gymnasien. Die berufsbildenden Schulen, die von 5 Inspektoren aufgesucht wurden, sind inzwischen vollständig überprüft worden. Die Amtsleitung rechnet damit, dass bis Ende 2011 sämtliche Schulen überprüft und bewertet sein werden.
Um die Akzeptanz bei den Schulen zu erhöhen und somit die Kooperation zwischen Inspektion und Schule zu fördern, werden die Inspektionen vorher angemeldet. Die Erfahrung zeigt, wie Herr Wilken betonte, dass die Inspektoren sehr nahe an der Schulrealität sind.
Schulinspektionen finden inzwischen in jedem Bundesland mit jeweils differierenden Ausprägungen und Schwerpunkten statt.
Auch das Deutsche Amt für Auslandsschulen beabsichtigt, die ihnen unterstellten ausländischen Schulen nach niedersächsischem Vorbild inspizieren zu lassen. Die hierfür erforderlichen Schulungen der Inspektoren durch die Mitarbeiter der Bad Iburger Behörde wurden inzwischen abgeschlossen.
Es schloss sich eine rege Diskussion über das Gehörte an in der viele Fragen gestellt und kompetent beantwortet wurden. Grascha zeigte sich sehr angetan von dem Wirken der Behörde.

Im Bild vor der Schulinspektion von links nach rechts: Friethjof Jessen Klingenberg, Christian Grascha (MDL), Matthias Seestern-Pauly (FDP-Bundestagskandidat, Iburger FDP Stadtrat) und Birgitt Heinrich (Iburger FDP Stadträtin)
Delegation zusammen mit der Geschäftsleitung der Firma B.Braun Avitum AG in Glandorf